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21.08.2017, 19:30 Uhr | mz Übersicht | Drucken
Das Kreis-Jugendamt
Frau Rösing zu Gast im Vorstand


Zu einem Vortrag über die Arbeit des Kreisjugendamtes hat der FU Vorstand aus Legden-Asbeck die Diplom Sozialarbeiterin Frau Rösing eingeladen.


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Frau Rösing berichtete über das breite Spektrum der Aufgaben des Jugendamtes  im Kreis Borken. Dazu gehört die Planung der Kinderbetreuung inklusive der Ermittlung des Bedarfs und der Sicherstellung der Finanzierung, die Unterstützung der Familien in Sachen der Elterngeldzahlung, Vaterschaftsfeststellung und bei den Sorgerechtsangelegenheiten. Ein breites Feld der Arbeit des Kreisjugendamtes bildet der Allgemeine Soziale Dienst, der nach Bedarf die Familien direkt entlastend unterstützt. Andere Möglichkeiten der Hilfe sind die Beratung bei Trennung und Scheidung, Gerichtshilfen, Vermittlung der Pflege- bzw. der Adoptionsfamilien sowie die Beratung für Inklusion oder Vermittlung der Integrationshelfer. 
 
Und wie geht das Jugendamt vor, wenn es um die Flüchtlingsfamilien geht? Wollten die FU Frauen wissen. Es gibt viele unbegleitete Jugendliche, die als Flüchtlinge dem Kreis Borken  zugewiesen wurden. Aktuell handelt es sich im Zuständigkeitsbereich des Kreisjugendamtes Borken um ca. 80 Jugendliche, hauptsächlich im Alter zwischen 16 und 17 Jahren, davon lediglich drei Mädchen. Man hat bei der Unterbringung je nach Bedarf verschiedene Lösungen gefunden, erklärt Frau Rösing. Teils haben sich Pflegefamilien gemeldet, teils wurden Wohngruppen für diese Jugendlichen eingerichtet oder sie werden in  den bestehenden Wohngruppen untergebracht. Die Integration der jugendlichen Flüchtlinge läuft gut. Sie lernen schnell durch die täglichen Kontakte mit ihren Betreuern die Sprache und sehen auch die Vorteile ihrer Unterbringung  in kleinen Orten. 
 
Die aktuelle Debatte „ein generelles Verbot von Kinderehen“ sah Frau Rösing als zu pauschal. Aktuell gebe es zum Glück keinen bekannten Fall im Bezirk.  Allerdings sollte immer mit einem hohen Maß an Fingerspitzengefühl an die Sache herangegangen werden. Zum einen sei  es schwierig, eine junge Frau von Mann und ggfs. Kind zu trennen und zum anderen sollte man sich immer über die Konsequenzen im Klaren sein: Wird die Ehe in Deutschland nicht anerkannt und ist eine Rückführung auch nur möglich, wäre die junge Frau in ihrem Heimatland entehrt und schutzlos. 
 
Wenn es um die Kindeswohlgefährdung und die Jugendhilfe geht, wird möglichst schnell und unkompliziert Hilfe angeboten, denn das Ziel ist immer, mit den Eltern im Kontakt zu bleiben und gemeinsam zu überlegen, was nötig ist, damit es der Familie gut geht. In Extremfällen allerdings werden die Kinder aus der Familie heraus in Obhut genommen  und in einer Pflegefamilie untergebracht.
 
Das hohe Niveau der Arbeit des Jugendamtes wird durch regelmäßige Fortbildungen und Qualifizierungen des Personals gesichert. 
 

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