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Presse
12.03.2006, 12:52 Uhr | Übersicht | Drucken
Weltfrauentag in Legden

Klischees aus den Köpfen
Frauentag mit Bücherausstellung und a-cappella-Sextett im Landhotel Hermannshöh


"Muss Gleichberechtigung überhaupt noch zu einem Thema in unserer Gesellschaft gemacht werden?" -
Annette Kroschner, Vorsitzende der Frauenunion Legden/Asbeck,stellte diese Frage in den Raum. 70 Frauen machten sich aus Anlass des Weltfrauentags Gedanken dazu.
Frauen mit Kindern hätten es in der Arbeitswelt nach wie vor schwer, es gebe immer noch eklatante Einkommensdifferenzen zwischen Frauen und Männer sowie Nachteile bei der Rente. Teilzeitarbeit sei fast reine Frauensache, fasste Kroschner anschließend zusammen. Nachhaltige Maßnahmen im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf müssten schneller auf den Weg gebracht werden, wünschten sich viele Frauen.
"Geben wir die Kinder in die Ganztagsbetreuung, sind wir Rabenmütter, bleiben wir zu Hause, verkommen wir hinter dem Kochtopf, verrichten wir anspruchslose Arbeit, haben wir keinen Ehrgeiz, erfüllen wir qualifizierte Arbeit, sind wir mit unserem Beruf verheiratet" - Annette Kroschnertrug diese und einige weitere gängige Klischees vor. Wenn diese keine Beachtung mehr fänden, sien die Frauen ein großes Stück weiter.
Große Beachtung fand an dem Morgen die Bücherausstellung von Karin Kleweken, die ausgewählte Frauenliteratur zusammengetragen hatte und den Inhalt aeiniger Bücher vorstellte.
Verwöhnen ließen sich die 70 Frauen dann doch von Männern. Sechs waren es, die sich zum Gronauer a-capella-Sextett "Die Tafelrunde" zusammen gefunden haben. Mit ihrem aus dem 16. Jahrhundert stammenden Lied "Höret zu und schweiget sangen sie sich gleich zu Beginn durch ihre genialen Stimmmlagen in die Herzen der Frauen.

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